Kurzgeschichten mit dem Hanomag unterwegs
Die Macht des Steines
Wir haben das Jahr 1992, es ist Herbst und wir sind schon einige Tage in Norwegen unterwegs. Ich bin zum ersten mal in diesem Land. Bis zum Schluss hatte ich mich geweigert da hinauf in dieses kalte Land zu fahren. Herrlich warmes Wetter im Süden unseres schönen Kontinents wollte ich noch genießen.
Aber ich wurde einfach überstimmt.
Als ich den Boden diese Landes betrat, war dann um mich geschehen. Ein Zauber hat mich belegt,
und seither bin ich ein begeisterter
Scandinavienfan.
Noch immer sind wir im Rausch der schönen Landschaft, wir fahren und staunen, fahren über herrlich bunte Fjells, Wasserfällen, und Gewässern vorbei, bis wir zu einem schönem See kommen.
Wir machen Pause.
Da wir auf unserem Hanomag das Kanu dabei haben, wollen wir es hier ausprobieren. Das herrlich blaue Wasser mit der strahlend gelben Hintergrund aus gerade umfärbenden Birken, ist der ideale Ort. Hier bleiben wir.
Schnell ist das Kanu herunter gemacht und ins Wasser geschoben. Die Fahrt kann beginnen.
Ewald, auch mit einem Hanomag A-L 28 mit dabei, und Rudi fahren hinaus. Der See scheint doch größer zu sein als es aussieht. Es dauert eine ganze Weile als die beiden wieder zurückkommen.
Nach gelungener Fahrt, wird Pause gemacht und das Kanu ans Ufer gezogen. Lange dauert es nicht und Rudi möchte unbedingt noch einmal hinausfahren. Schnell mal alleine.
Da er das Boot ins Wasser schieben muss, ermahne ich in noch schnell seine Gummistiefel anzuziehen. Es ist ja nicht gerade Warm, das Thermometer zeigt 1 Grad an,
so wäre es schlecht wenn seine Lederschuhe nass würden und so er auch nasse Füße bekommen würde. Was ihm aber gar nicht gefällt. Er will ins Boot.
Widerwillig zieht er sie dann doch an.
Wir anderen stehen an den Fahrzeugen und unterhalten uns.
Auf einmal ein lauter Schrei .
Beim Versuch das Boot ins Wasser zu schieben rutscht Rudi just in diesen Moment auf einem runden glatten nassen Stein aus und fällt neben dem Boot ins Wasser.
Sofort saugen sich sein dickes Holzfällerhemd und sein Gummistiefel voller Wasser.
Wir kriegen uns nicht mehr ein
und hechten zu den Fotoapperaten. .
Trofnass waschelt er an Land. Das Holzfällerhemd hat fast den ganzen See aufgesaugt. Auch die Gummistiefel, die ja ein warmes Pelzfutter haben, sind voller Wasser. Das Futter hat sich natürlich total voll gesaugt.
Die brauchen nun ewig zum trocknen. Dadurch dass wir ständig unterwegs sind und dazu die kalte Witterung, ist das ein elendiges Unterfangen.
So war der Sinn des Schuhwechsel umsonst.
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Und alles wegen eines Steines!
Bis zum nächten Mal
Carola
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